Morgen spricht der NÖ Landtag

Und zwar zum Fortbestand des Bargelds. Anlass ist folgender Antrag des Wirtschafts- und Finanzausschusses:
Ltg.-864/A-1/64 – Antrag der Abgeordneten Mag. Schneeberger u.a. betreffend Maßnahmen zur Erhaltung des Bargeldes und zur Verhinderung von Barzahlungslimits in Österreich – Recht auf Wahlfreiheit bei Zahlungsvorgängen.

Ich geb’s zu – Ich mag es lieber bargeldlos

Deshalb bezahle ich fast alles mit Karte. Neuerdings sogar beim „Gelben M“. Erstmals ausprobiert hab‘ ich das übrigens 1996. Damals konnte man in den Vereinigten Staaten sogar eine Packung Kaugummi mit Kreditkarte bezahlen. Praktisch im Urlaub – aber auch alltagstauglich? Man war sich damals nicht sicher.

Der langen Rede kurzer Sinn: Meinetwegen müssen wir den Fortbestand des Bargelds nicht in der Verfassung festschreiben.

Ich breche trotzdem eine Lanze fürs Bargeld

Denn Zaster bedeutet auch Entscheidungsfreiheit. Und niemand sollte uns vorschreiben dürfen, wie wir ihn zu verwahren haben. Ob auf der Bank, im Schließfach, in der „Sparkatze“ der Tochter, im Strumpf oder zu Hause unterm Kopfpolster: Wer’s hat, soll damit machen, was er will.

Und fürs Bargeld sprechen doch gewichtige Gründe. Für viele von uns ist es schlichtweg einfacher, über die Piepen in der Geldbörse die Übersicht zu bewahren. Wenn wir Geld in die Hand nehmen, haben wir auch eine ganz andere Beziehung zu unserem sauer Ersparten als bei Autorisierung der Zahlung per Pin-Code.

Ich will die Wahl haben!

Ich persönlich frage mich ja, was kommt nach der Regierkassenpflicht als nächstes? Kreditkartengebühren für Einkäufe bei Direktvermarktern? Verpflichtende Bankomat-Terminals für die Dorfschenke (kein Witz, die gibt es bereits in etlichen Londoner Pubs) oder vielleicht der virtuelle Einwurf des Opfergroschens bei der Sonntagsmesse?

Als freiheitsliebender Mensch will ich immer die Wahl haben: Bargeld oder Plastikkarte. Der Staat soll mir diese Entscheidung nicht abnehmen. Denn ich will auch entscheiden können, ob mit meiner Zahlung unmittelbar eine Reihe von Daten ausgetauscht werden sollen, die mit dem ursprünglichen Kauf nichts zu tun haben.

Aber was meint ihr? Karte oder Klingelbeutel?

Was der Niederösterreichische Landtag dazu meint, erfahren wir übrigens am 17.03.2016 ab 13:00 Uhr im Livestream. Wir dürfen gespannt sein 🙂

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