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spurenhinterlassen

VON IDIOTEN, SCHLAPPSCHWÄNTZEN UND UNTERMENSCHEN

Aus der Gemeinde, Was mir auf der Seele brennt, Zum Reflektieren By 8. Februar 2018 Tags: , No Comments

Oder: Wenn im Gedenkjahr 2018, Struppi auf die Knackwurst aufpasst.

Ich bin enttäuscht aber nicht verwundert, über den jüngst zu Tage getretenen neuerlichen bedauerlichen Einzelfall im Zusammenhang mit der Herabwürdigung der Menschenrechte aus dem Umfeld des sogenannten „Dritten Lagers“. Wenn eine freiheitliche Funktionärin meint, Menschen mit der Kategorie Idioten, Schlappschwänze und Untermenschen versehen zu können, reiht sie sich zwar in eine illustre Runde ihrer Gesinnungsgenoss_innen ein, disqualifiziert sich jedoch – zumindest nach meinem Empfinden – für jegliche politische Arbeit.

Ich kann ihr daher nur den Rat geben, ihre Ämter zurückzulegen und die dadurch gewonnene Zeit dem Studium österreichischer Zeitgeschichte zu widmen.

Die Proklamierung eines derartigen Menschenbildes halte ich gerade im Gedenkjahr 2018 für entbehrlich.

Wenn ich dann noch lese, dass ausgerechnet jener Bezirkspolitiker mit einer Ermahnung droht und seiner Mitstreiterin die Rute ins Fenster stellt, der zuletzt aufgrund ähnlicher Auffälligkeiten selbst auf ein Bundesratsmandat verzichten musste, ist das für mich ein bisschen so, als würde man dem Struppi sagen, er solle auf die Knackwurst aufpassen. Das funktioniert nicht. Ebenso wenig wie die Schutzbehauptung, man wäre ungefragt einer Facebook Gruppe hinzugefügt worden, die Holocaust Opfer verunglimpft. Nahezu alle Zehnjährigen wissen heutzutage, dass man, um in eine Facebook Gruppe aufgenommen zu werden, die Aufnahme dort „aktiv“, durch Drücken des Buttons „Gruppe beitreten“ quasi beantragen muss.

Neben die Expertengruppe, die nunmehr die Vergangenheit des dritten Lagers aufarbeiten wird, sollte schleunigst auch eine weitere hinzutreten, die sich mit Gegenwart und Zukunft dieser Partei auseinandersetzt.

Und das alles erinnert mich an ein Zitat eines schlauen Menschen, der sinngemäß davor gewarnt hat, dass „die Einteilung der Menschheit in Dazugehörende und Nicht-dazugehörende, die Vorwegnahme der Entschuldigungen künftiger Genozide darstellt“.

Ehrlich gesagt macht mich das noch nachdenklicher, als das Geplärre irgendwelcher Kellernazis und unreflektierte Posts in den sozialen Medien.

Wieder einmal lautet meine Aufforderung #selbstständigdenken und menschenverachtenden Argumenten entgegentreten, vor allem im Alltag.

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