Grundvoraussetzung: Menschen mit Herz & Engagement

Gehört Ihre Gemeinde auch zu den weißen Flecken auf der Landkarte, wenn es um Flüchtlingsunterbringung geht? Meine Heimatgemeinde Zwentendorf zählt jedenfalls dazu. Noch. Dass sich das in absehbarer Zeit ändern wird, daran haben drei Gemeinderatsfraktionen und eine Vielzahl von Bürger_innen Anteil. Menschen mit Herz und Engagement haben bewiesen, dass man mit Lösungen im Kleinen zu Erfolgen im Großen beitragen kann. Der Weg dorthin ist weniger steinig, als man vielleicht meint:

Suchen Sie entschlossene Gemeinderät_innen!

Haben Sie bei den letzten Gemeinderatswahlen Ihre Stimme abgegeben? Ja? Dann haben Sie vielleicht die Chance genutzt, eine Vorzugsstimme zu vergeben. Nun ist es an der Zeit, diese Entscheidung auf die Probe zu stellen: Treten Sie mit Gemeinderätinnen und Gemeinderäten, die sich aktiv für Flüchtlingsunterbringung einsetzen möchten, in Kontakt und überzeugen Sie sie, einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag im Gemeinderat einzubringen. Was ein solcher Dringlichkeitsantrag beinhalten kann, ist hier zu sehen. Keine Copyright-Bedenken: Kopieren und Plagiieren der Idee sind ausdrücklich erlaubt und erwünscht.

Oder: Sammeln Sie Unterschriften für einen Initiativantrag!

Alternativ und demokratiepolitisch interessanter ist natürlich die Variante, die Unterschriften für einen Initiativantrag selbst zu sammeln. Wie das geht und welche Voraussetzungen zu erfüllen sind, kann für Niederösterreich der Niederösterreichischen Gemeindeordnung entnommen werden. Nutzen Sie die demokratiepolitisch vorhandenen Instrumente, um selbst etwas zu bewegen.

Lassen Sie sich durch einen Shitstorm nicht aus der Ruhe bringen!

Informieren Sie lieber die leise Mehrheit im Rahmen umfassender Informationsveranstaltungen. Wie man einem aufziehenden Shitstorm der lauten Minderheit begegnen kann, dazu finden Sie hier Anregungen und Tipps.

Vernetzen Sie sich!

Vernetzung mit Gleichgesinnten in Ihrer Gemeinde ist eine wesentliche Voraussetzung für den Erfolg des Anliegens. Vielleicht gibt es in Ihrer Nachbarschaft bereits vergleichbare Initiativen mit wertvollem Wissen und Erfahrungsschatz. Nutzen Sie die Gelegenheit, diese Menschen kennenzulernen und starten Sie gemeinsame Projekte, die das Thema ins Bewusstsein der Öffentlichkeit bringen und die „Coalition auf the Willing“ aktivieren.

Wenn Sie im Bezirk Tulln wohnen, starten Sie vielleicht hier https://www.facebook.com/groups/tullnhilft/?fref=ts oder hier https://www.facebook.com/groups/960036000704118/?fref=ts.

Geben Sie wertvolle Infos über die Themen Asyl und Flüchtlingsunterbringung weiter!

Wer sich aktiv für eine menschenwürdige Unterbringung von Asylsuchenden einsetzt, wird immer wieder in langwierige Diskussionen verwickelt. Das ist gut so. Nutzen Sie die Gelegenheit, in Austausch zu kommen und Ängste durch Fakten zu bekämpfen. „Munition zur intellektuellen Selbstverteidigung“ bietet etwa das Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen – UNHCR. Oder das Handbuch für Bürgermeister_innen des Europäischen Forum Alpbach.

Möge die Umsetzung im Sinne einer menschenwürdigen Flüchtlingsunterbringung gelingen! Ich freue mich, von Ihren Erfahrungen und Erfolgen zu hören.

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