Als Eigenverantwortung (auch Selbstverantwortung) bezeichnet man die Möglichkeit, die Fähigkeit, die Bereitschaft und die Pflicht, für das eigene Handeln, Reden und Unterlassen Verantwortung zu tragen. (Wikipedia)

0. Vorbereitung

Benötigt werden:
  • Stifte
  • Papier
  • ein ruhiges Plätzchen (Almhütte, Parkbank, Bibliothek, bei beabsichtigter Parteigründung empfiehlt es sich eventuell, allein in den Wald zu gehen)
Warnung: Deine persönliche Komfortzone wird auf der Strecke bleiben – verabschiede dich bereits frühzeitig, um den Trennungsschmerz möglichst erträglich zu halten. Es wird in etwa so, wie bei Neo und der roten/blauen Pille (The Matrix).

1. Sieh dich um!

Der Weg beginnt damit, dass die Startlinie freigemacht werden muss. Klarheit verschafft ein penibel genauer Test für deine bisherigen Erfahrungen und die Einsicht, dass die Fähigkeit eigenverantwortlich zu handeln, unmittelbar mit dem Bestreben, „selbst zu denken“, verbunden ist.
Ich empfehle:
Sieh dich um und bring zu Papier, in welchem Umfang dein Leben durch andere bestimmt ist, und lege fest, in welchem Umfang du das
in Zukunft akzeptieren willst. Wichtiger aber: Wo willst du jedenfalls selbst die Zügel in der Hand haben?

2. Wechsle die Seite!

Gefahren, die Herrschaft über das eigene Handeln zu verlieren, lauern überall! Boulevardzeitungen, TV-Sender – eine ganze Industrie ist damit beschäftigt, unser Denken und Handeln zu beeinflussen. Das ist legitim, wenn auch oftmals unethisch, aber letztendlich sind wir in der Lage, selbst zu bestimmen, wie weit wir diese Manipulation zulassen.
Ich empfehle:
Wechsle die Seite und frag dich, was die Quelle dessen, was du siehst, liest oder hörst will, dass du tust oder glaubst (wende diese Technik gerne auch auf diesen Blog an ;-)).

3. Hüte dich vor dem Kollektiv!

Das Kollektiv hat uns von der Neuzeit bis heute mehr geschadet, als genutzt. Die Geschichte der Menschheit ist geprägt von zivilisatorischen Katastrophen, die wir der Instrumentalisierung der Massen zu verdanken haben.
Ich empfehle:
Hüte dich vor dem Kollektiv und stelle den einzelnen Menschen in den Mittelpunkt – den Menschen als freien und eigenverantwortlichen Gestalter der eigenen Lebensumstände.

4. Vermeide Überzeugungsarbeit!

Eigenverantwortliches Handeln hat nichts mit Missionstätigkeit zu tun. Menschen können sich nur selbst überzeugen, Eigenverantwortung ist lediglich das Angebot, vom Passagier zum Piloten zu werden.
Ich empfehle:
Vermeide Überzeugungsarbeit und führe stattdessen durch Vorbild – und du wirst schnell merken, welchen Einfluss du auf deine Umgebung hast.

5. Wiege dich nicht in Sicherheit!

Ständige Prüfung der eigenen Handlungsmaximen schützt uns davor, vom Weg abzukommen. Wie gesagt, das erste Opfer der Eigenverantwortung muss die persönliche Komfortzone sein.
Ich empfehle:
Wiege dich nicht in Sicherheit und vermeide es aus Bequemlichkeit in alte Verhaltensmuster zurück zu fallen. Schneller als man glaubt, überlässt man der Fremdbestimmung das Kommando.

Und was hat dieser Johnny B. Goode damit zu tun?

Nun, wenn es ein Junge aus den Everglades, dessen Netzwerk ausschließlich aus amerikanischen Bahnarbeitern besteht, unter Besinnung auf seine Stärken und eigenverantwortlich schafft, seinen Weg aus dem Schatten ins Licht zu finden, sollte es uns, kraft der um ein vielfaches besseren Grundvoraussetzungen, doch auch gelingen dies zu tun. Also: Auf geht’s! Es wird nicht leicht. Aber es lohnt sich!
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