Und zwar „Ein Buch zieht um!“

Heute einmal etwas abseits der Politik. Oder vielleicht doch nicht. Das ist nicht ganz klar. Und eigentlich egal. Aber von vorne: Bücher bereichern mein Leben. Ich kann mich an keinen Tag in den vergangenen zwei Jahrzehnten erinnern, an dem ich keines in Händen gehalten und daraus gelesen habe. Heute vor allem in elektronischer Form. Aber das Lesen bleibt.

Vor Kurzem habe ich mir die Frage gestellt, was am Wichtigsten ist: Bücher zu lesen? Sie zu besitzen? Oder sie mit anderen zu teilen? Und dabei bin ich zum Ergebnis gelangt: Das Wissen g’hört unter die Leut‘.

Wie ihr vielleicht wisst, war ich Ende Januar zu einer Podiumsdiskussion am BRG Krems Ringstraße geladen. Und für diesen Besuch habe ich mir etwas einfallen lassen, das ich euch gerne zur Nachahmung ans Herz legen möchte.

Es geht ganz einfach:

1. Du nimmst ein Lieblingsbuch zur Hand

Am besten ein Sachbuch – aber im Prinzip funktioniert es auch mit jedem anderen Buch.

2. Du markierst die Passage(n), die dich persönlich am meisten berührt haben

Ich mache das gerne schon während des Lesens. Es funktioniert aber auch zum Schluss.

3. Und dann suchst Du den nächsten Eigentümer für das Buch.

Und übergibst es ihm/ihr zusammen mit einem Textmarker anderer Farbe. Sag dieser Person, der Deal sei ganz einfach: Denn wenn ihr die Idee gefällt, dann soll sie das Buch lesen und selbst markieren, was ihr richtig gut gefällt. Und dann soll sie’s an jemand anders weitergeben. Mit einem Textmarker in anderer Farbe.

Aber wozu das Ganze eigentlich?

Ganz einfach: Weil es einen Mehrwert bringen kann. Denn allein die Frage, warum der/die Vorleser_in einige Stellen für markierenswert befunden hat, erzeugt ein ungleich intensiveres Leseerlebnis. Es eröffnet die Möglichkeit, mit der geballten Kraft von zwei oder mehreren Gehirnen gleichzeitig über das Gelesene nachzudenken – und aus den Erkenntnissen mehrerer persönlichen Gewinn zu ziehen.

Wer das nicht mag, vergisst es auch gleich wieder.

Ich würde mich aber freuen, schon bald ein Buch in meinem Briefkasten oder vor der Haustür zu finden. Mit einem bunten Textmarker. Vielleicht steckt mir ja auch ein Leser dieses Blogs eins zu. Und am Schönsten wäre es, fände ein von mir ins Spiel gebrachtes Buch eines Tages wieder zu mir zurück – randvoll mit Markierungen und Notizen.

 

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